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Chevrolet Camaro 6.2 SS Coupé: Ein paar Worte zu dem einen Auto

Nach fast 100 Kilometern ist klar: Dieser eine Chevrolet Camaro ist ein Kunstwerk. Das, obwohl der Camaro einige Seltsamkeiten mit sich bringt. Trotzdem: Ein Loblied auf einen Underdog.

Rot, tief, lang und breit. Das ist der Chevrolet Camaro 6.2 SS Coupé, an dem ich schon manchmal vorbeigegangen bin. Heute aber ist auf dem Platz eine breite Gasse frei von Camaro zur Strasse. Die Zündschlüssel werden mir in die Hand gedrückt. Das rote Auto ist so der Underdog auf dem Platz. Da sind Mustangs in allen Farben und Ausführungen, Challengers und Chargers. Aber nur drei Camaros und nur einer, der so wie der Rote ist. Denn dieser ist ein Einzelstück. Das liegt nicht nur an der Ausstattung, sondern auch am unbekannten Vorbesitzer.

Darum dieses Review, das mehr Liebesbrief ist. Es ist ein Nicht-Review eines einzelnen Autos, also dieses einen Camaros, nicht allen Camaros. Ein Review werde ich versuchen nachzuschieben, sobald ein Camaro für einen grösseren Test da ist. Denn dieser eine Camaro in feuerrot ist ein ganz spezielles Fahrzeug. Eines, das du selbst nahe Luzern ansehen können wirst.

Für dieses Review: Marketingleiter Benny Reinhold, Verkaufsberater Arbër Veliu und ich beraten uns. Was fällt uns auf? Worauf ist zu achten? Welche Charakteristika hat das Auto?

Ein Auto, eine Liebe, eine Occasion

Der Innenraum täuscht. Der Innenraum grenzt fast schon an Verrat am eigenen Konzept. Da ist sanftes Leder. Da ist eine Sitzheizung und eine Sitzklimaanlage. Da ist eine Steuerradheizung. Da ist ein Touch Screen. Eigentlich alles, was ein luxuriöses Gefährt braucht, um dir eine angenehme Fahrt zu bescheren. So richtig schön zurücklehnen, durchatmen, geniessen und die Landschaft vorbeiziehen lassen. Weisst du, so schön mit dem Verkehr fliessen.

«Der Vorbesitzer hat das Auto geliebt», sagt Arbër.

Nicht nur habe er dem Camaro einige Upgrades spendiert, sondern auch während den paar Kilometern Fahrt grösste Sorge gegeben. Die wohl auffälligste Modifikation des roten Camaros sind die Sitze. Die Standardsitze sind weg. Du sitzt in harten Rennsitzen der Marke Recaro. Die deutsche Sitzmarke gilt als de facto Standard für Rennsitze für Endkunden ausserhalb des Profisports. Die Sitze sind sogar so gefragt, dass das Label Recaro Gaming eine fixe Grösse in der Welt der Videogame-Stühle ist. Im Camaro sind aber keine Five-Point-Rennsicherheitsgurte verbaut. Irgendwie fast schade.

Harte Sitze in Autos sind gut. Denn dein Rücken krümmt sich nicht so stark und auch nach langer Fahrt sitzt du nach wie vor stabil und mit einer gesunden Rückenhaltung. Wenn du schon einmal Rückenschmerzen hattest, dann weisst du genau, weshalb das wichtig ist. Lange Fahrt aber ist mir nicht beschert. Denn der rote Camaro ist so gut beisammen, dass ich nur «100, vielleicht 150 Kilometer» bekomme. Das ist wenig. In der Regel beginnt ab dieser Distanz das Review erst. Sobald ein Auto langweilig wird, also der Reiz des Neuen verflogen ist, beginnt eine möglichst neutrale Bewertung mit Neugierde und einem Feingefühl für ein Fahrzeug.

Ich sitze extrem nahe am Boden, der Camaro klebt am Teer. Nach den ersten Metern schon fällt mir eines auf: Der Vorbesitzer hat dem roten Pony Car extrem viel Sorge gegeben. Da ist nur das Brummen des Motors. Keine Unregelmässigkeit, keine Gurgler, kein Husten oder nichts, das den Sound stört. Wenn die Ingenieure des 6.2-Liter-V8-Motors den Motor des Camaros hören würden, sie wären sich sicher, dass der Motor frisch aus ihrem Werk stammt.

Chevrolet Camaro 6.2 SS Coupé: Ein paar Worte zu dem einen Auto - Auto Kunz AG 4

Fahrt auf harten Wolken

Ich rolle vom Hof. Ich mache mir Sorgen. Im Normalfall herrscht Neugierde, aber ich fühle mich so, als ob ich mit jedem Meter etwas Schönes weniger schön mache. Das Gaspedal fühlt sich butterweich an, das Auto rollt lange und die Lenkung ist nahezu perfekt ausbalanciert. Ich verstehe zwar einige Design-Entscheide im Innenraum nicht, aber die Gedanken versinken im Fahrgefühl.

«Der Vorbesitzer hat mir bei der Übergabe gesagt, dass er den Motor nie über 4500 Umdrehungen gedrückt hat», sagt Arbër.

Offensichtlich. Denn der Motor hat nie gelitten, sich mit seinen 453 PS nie angestrengt. Da sind zwar ein paar Kilometer auf dem Tacho, aber die könnten geradesogut null sein. Aber der Motor singt. Im Innenraum höre ich nicht nur das Brummen des Motors, sondern auch das Heulen der Riemen und das Saugen des Motors. So etwas hatte ich noch nie. Ich liebe es.

Eine Empfehlung kann ich aber abgeben: Der Camaro fährt sich so richtig gut im Sportmodus. Das liegt an den harten Stossdämpfern und der Breite des Fahrzeugs. Ich klebe an der Strasse. In der 60er-Zone kann ich locker mit 60 um Verkehrsinseln herumkurven. In eine weite Kurve mit 80? Kein Problem. Ich entspanne mich im Sitz.

Kurz: Dieser eine Camaro ist ein Kunstwerk. Und selbst wenn ich in der Regel keine Preisempfehlungen abgebe – in Reviews fokussiere ich mich lieber auf Technologie und Performance – so mache ich hier eine Ausnahme. Der rote Camaro ist zu dem Preis extrem viel Auto für extrem wenig Geld. Das Auto ist praktisch neuwertig.

Triff den Camaro

Knapp 100 Kilometer später rolle ich wieder auf den Platz in Wohlen. Ich bin froh, dass ich den Camaro wieder abgeben kann. Nicht, weil ich die Fahrt nicht genossen habe, sondern weil ich die präzise abgestimmten Teile und die Upgrades nicht abnutzen will. Wer auch immer das Auto dereinst sein Eigen nennen darf, der soll dasselbe Erlebnis wie ich haben.

«Willst du nochmal ein paar Kilometer», fragt Benny Reinhold. Wir haben uns schon ein paar Mal über den Besuch von Events beraten. 

Zwei Minuten später steht fest: Der rote Camaro und ich gehen ans Neo Muscle Car Meet im Ace Café Luzern am Samstag, 29. Februar 2020. Nicht als Werbeaktion. Sondern einfach darum, weil wir meinen, dass wir die Kultur des American Muscle in der Schweiz fördern wollen. Wir haben die Gelegenheit, dir spezielle Autos wie den roten Camaro zu zeigen, so nahe und zum Anfassen. Dafür wollen wir aber eins: Zeig uns dein Auto! Denn selbst wenn Arbër, Benny und ich nicht mit Autos arbeiten, dann sind wir Fans und Liebhaber von guten Motoren.

Vielleicht sehen wir uns da ja bei einem Burger und Pommes. Bis denn!

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